Ein paar Kilometer hinter dem Kloster Evangelistrias kommt man durch das Örtchen Amalo. Wenn man sehr viel Glück hat, dann bekommt man in der einzigen Taverne des Ortes etwas zu Essen. Fragt einfach nach. Nach Amalo fährt man durch Kalamos, lediglich eine Ansammlung von ein paar Häusern, und kommt in ein Gebiet von äußerst bizarrer Art. Hier besteht die Landschaft fast nur aus Steinen, die äußerlich rund wirken, aber im Innern total zerklüftet sind. Das liegt daran, dass sich das Gestein aus Kalksandstein und Granit zusammensetzt, und nach einer Legende war Ikaria mal völlig im Meer versunken und das Wasser hat die Kalksandsteinanteile ausgewaschen und nur die Granitanteile sind verblieben. Daher die Wabenstruktur. Die Legende wird gerne mit der Tatsache belegt, dass man selbst in den Bergen noch Krebs- und Fischskelette findet. So unattraktiv diese Landschaft auf den ersten Blick auch wirkt, so hat sie doch einen ganz besonderen Reiz. Wenn ihr auf der rechten Wegseite an eine Müllkippe kommt, dann könnt ihr den oben abgebildeten Felsen in Mützenform sehen. Das Gelände ist eingezäunt, aber ihr könnt durch ein Gatter hinein (Bitte hinter euch wieder schließen, wegen der Ziegen). Legt euch mal auf einen der großen Felsen und seid ganz still. Dann könnt ihr mich vielleicht verstehen, denn hier pfeift fast immer ein kräftiger Wind, der in den Aushöhlungen der Steine gefangen wird und dadurch heult, was das Zeug hält. Wenn ihr euerer Phantasie nun freien Lauf lasst, dann können hier Drehbücher für beste Horrofilme entstehen.

Nach der 'Steinwüste' von Kalamos gehts weiter zu dem Fischerort Karkinagri. Viel kann ich hierzu nicht erzählen, außer das es sich wirklich um einen echten Fischerort handelt. Es gibt eine Taverne und eine Art Kiosk. Die Menschen sind freundlich, aber Fremden gegenüber distanziert.
Das Fischerdorf Karkinagri
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