Nach dem Besuch beim Kastro Koskina fahrt ihr die Schotterpiste, die ihr gekommen seid, wieder zurück bis zur asphaltierten Strasse und biegt dort nach links ab. Die Strasse windet sich weiter durch das Messaria-Tal, bis ihr oben auf dem Pass angekommen seid. Hier weht meistens ein sehr rauer Wind und es kann auch an einem heißen Sommertag ziemlich kalt sein. Ihr folgt der Strasse auf der Südseite bis zur Abzweigung nach Manganitis weiter. Die Abzweigung ist ausgeschildert und ihr biegt hier rechts auf die Strasse ab, die euch in Serpentinen den Berg hinunter führt. Mittlerweile ist die Strecke so gut ausgebaut, dass keine Geländefahrzeuge mehr erforderlich sind. Für diejenigen, die sich nicht auf die Piste konzentrieren müssen, ist die Abfahrt ein grandioses Erlebnis. Die Landschaft hat sich von dem üppigen Grün der Nordseite in ein karges Bergmassiv mit bizarren Felsformationen verändert. über einem türmen sich die Felsmassen und nach unten hin sieht es auch nicht viel anders aus. Mit einem Wort: Steil!!
Wenn dann noch ein starker Wind dazu heult, kann es einem schon mal ein bisschen gruselig werden. Habt ihr die Serpentinen hinter euch gebracht und seid endlich vom Berg runter, eröffnet sich euch bei der Fahrt in Richtung Manganitis oft ein grandioser Blick die Klippen hinunter. Wer sehr viel Glück hat, bekommt auch die eine oder andere Robbe zu sehen. Irgendwann kommt ihr dann an einen Tunnel, der euch durch ein vor gelagertes Bergmassiv führt. Im Tunnel gibt es viele Fledermäuse. Wenn ihr eine Taschenlampe dabeihaben solltet, dann könnt ihr sie sehen, wenn ihr anhaltet und zur Tunneldecke hoch leuchtet. Wenn ihr hinter dem Tunnel anhaltet und links den Berghang hinunterkraxelt, kommt ihr zu einem Highlight Ikarias. Es öffnet sich nämlich eine kleine Bucht, deren Strand aus strahlend weißen Kieseln besteht. Deshalb nennt man diesen Strand Seychelles. Der Abstieg dorthin ist zwar ein bisschen mühsam, aber nicht besonders schwierig. Ich kann euch nur empfehlen diesen Abstecher wahrzunehmen. Es lohnt sich allemal. Und ein wenig Abkühlung in dem kristallklaren Wasser tut nach der staubigen Piste bestimmt gut.
So, nach dem erfrischenden Bad geht's wieder auf die Piste. Jetzt sind es nur noch drei oder vier Kilometer bis Manganitis endlich auftaucht. Dieses süße Örtchen mit Worten zu beschreiben, fällt mir schwer. Schaut euch die Fotos an, und ich glaube, dass ihr wisst was ich meine.