Dieser erste Tourabschnitt führt von Armenistis über Gialiskari, Kampos und Evdilos zum 'Kastro Kosikia'. Ein Geländefahrzeug ist nicht erforderlich. Wer jedoch die ganze Tour bis Manganitis machen will, sollte dies nur mit Jeep oder Crossbike tun, wenn er/sie die Nerven schonen will. Gialiskari lasse ich auf dieser Tourenbeschreibung aus. Ihr könnt euch über Gialiskari auf der Gialiskariseite informieren.
Erste Station ist das Örtchen Kampos (oder auch Kambos). In der Antike hat sich hier die Stadt Oinoi, die damalige Hauptstadt von Ikaria befunden. Einige Ruinen der antiken Stadt sind noch erhalten. Hier soll der Sage nach der erste Weinstock überhaupt gewachsen sein. Der Wein, der hier angebaut wurde, war so vorzüglich, dass selbst Dionysos, der Weingott, ihn bevorzugte. Nach ihm hieß die Stadt eine Zeit lang Dionysias. Im kleinen Museum kann man bedeutende Funde betrachten. Gelegentlich fungiert Vassili in Kampos als Museumsführer. Er ist Meister im Erzählen mythologischer Geschichten. Bevor er den Schlüssel im Minimuseum umdreht, kennt man längst die traurige Story des ersten Testpiloten der Welt: Wie Ikaros abhob, der Sonne zu nahe kam und die Wachsflügel anfingen zu schmelzen, so dass er vor Ikaria ins Meer stürzte. Wie in Hellas üblich, ist Vassilis Kramerladen auch Kafeneion, Ouzerie und Infobörse.
Von Kampos aus geht es weiter nach Evdilos. Ich liebe es sehr, hier eine kurze Pause zu machen und auf der Platia am Hafen eine Kleinigkeit zu snacken oder einen Frappe zu trinken,
bevor es weitergeht. Detailliertere Informationen über Evdilos erhaltet ihr auf der Evdilosseite.
Von Evdilos aus führt der nächste Abschnitt zum Kastro Koskina. Der erste Teil des Abschnitts führt über asphaltierte Strassen, durch ein wunderbar grünes Tal, mit hohen, steil aufragenden Zypressen zu den bezaubernden Dörfchen Dafni und Steli, die sich in malerischer Kulisse an die Berghänge schmiegen. Zusammen mit den Dörfern Akamatra, Petropouli und Kosikia bilden sie die Region Messaria. Wie so oft auf Ikaria, erstrahlen auch diese Dörfer in unglaublicher Farbenpracht. überall blüht es in den prächtigsten Farben. Ich habe so manches Mal gedacht, dass ich durch eine Gartenschau fahren würde. Die Menschen, die man unterwegs trifft, sind sehr freundlich und rufen einem schon mal den einen oder anderen Gruß zu. Hinter Steli geht dann links irgendwann die Schotterpiste ab, die zum Kastro Koskina führt. Achtung, das Schild kann man leicht übersehen. Die Ruinen des Kastros Koskina sind die Überreste eines Byzantinischen Forts aus dem 11.Jahrhundert. Das Fort wurde strategisch sehr günstig auf einem Berg errichtet. Von hier aus hat man den überblick über die gesamte Region.
Andi's Ikariapage
copyright by andreas schnetzer