Etwas über Ikaria

Typisch! Mein Kopf ist voll von Ikaria und ich möchte in den tollsten Worten diese wundervolle Insel beschreiben, und....... mir fehlen die Worte. Also fang ich mal mit dem an, was ich nicht erzählen will, und das ist Geschichtliches. über Ikaria gibt es sicherlich ´ne Menge Geschichtliches zu erzählen, aber da Geschichte nicht mein Ding ist, überlass ich das anderen. Zum Beispiel haben die Leute von go4sun eine Menge zu erzählen. Wer es lieber englisch mag, ist bei der griechischen hri.organisation bestens aufgehoben.

Ikaria ist eine der wildesten und ursprünglichsten Inseln Griechenlands. Man nennt sie auch die schöne Unbekannte der Ägäis. Sanfte Hügel wechseln in schroffe, hohe (1100 Meter) Berge, ausgedehnte Wälder in karge, trostlose Landschaften. Die Straßen zwischen den Ortschaften sind zum Teil noch nicht asphaltiert. Selbst die Hauptstraße, die Agios Kirikos im Süden mit Nas im Nordwesten verbindet, wies bei meinem letzten Besuch noch ziemlich viele Löcher auf. Die restlichen Orte erreicht man nur über Schotter- und Sandpisten, wo zwischendurch mal ein Stück asphaltiert ist. Die Busverbindungen auf der Insel sind recht spärlich. Auf den Fahrplan (zweimal am Tag von Armenistis nach Aghios Kirikos) sollte man sich nicht verlassen. Wenn man im Tourist-Office nach der Abfahrt des Busses fragt, erhält man nicht selten die Antwort, dass man am besten den Busfahrer fragen solle. Aber wenn man sich auf diese Insel einlässt, treten diese 'Unannehmlichkeiten' völlig in den Hintergrund. Ikaria ist das Urlaubsziel für Leute, die keinen Wert auf Luxus und Animation legen, denn Ikaria besticht durch seinen natürlichen Charme und seine Einfachheit. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, jedoch manchmal auch distanziert. Und dennoch bietet Ikaria dem Urlauber so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Ikaria zählt mit einer Küstenlänge von ca. 168 km schon zu den größeren griechischen Inseln. Sie liegt 174 Seemeilen südöstlich von Athen und 30 Seemeilen westlich von Samos. Die vielen verschiedenen Gesichter Ikarias sind so unterschiedlich, wie nur möglich.

Im
Süden ist es sehr heiß und es gibt nicht sehr viel Wasser. In den Höhenlagen ziehen sich bizarre Felsformationen entlang der Küste. Die Küstenregion hingegen hat zwei Gesichter. Im Südosten ist die Landschaft von recht üppiger Vegetation geprägt. Zum Teil ziehen sich dichte Wälder über die Hänge. Der Südwesten hingegen ist sehr karg, schroff und kahl. Ein paar Zypressen, kniehohe Sträucher und ab und zu mal ein paar Oleanderbüsche. Die Küste fällt steil ins Meer ab und wenn man viel Glück hat, kann man die eine oder andere Robbe sehen. Wenn Ihr mehr Fotos vom Süden sehen wollt, dann schaut euch die Diashow Impressionen aus dem Süden an.

Der
Westen wird durch zwei völlig verschiedene Landschaftsformen geprägt. Ein Teil ist karges, absolut trostloses Gelände. Ich würde es durchaus als Steinwüste bezeichnen. Trotzdem sollte man dieses Gebiet nicht meiden. Im Gegenteil! Lasst euch darauf ein und lasst es auf euch wirken und ihr könnt wundersames erleben. Hier weht immer ein kräftiger Wind, der durch Hohlräume in den Steinen heulende Geräusche von sich gibt. Da kann einem schon mal die Phantasie durchgehen. Der zweite Teil des Westens wird von der fruchtbaren Hochebene von Langada geprägt. Hier fließt ein Flüsschen, von dem die Pflanzen die benötigte Feuchtigkeit beziehen. Alles weitere über den Westen erfahrt ihr in der Rubrik Tourtips unter der Tour 'Durch den wilden Westen'.

Der
Norden ist sehr wasserreich, was sich in der Flora stark bemerkbar macht. An der Nordküste kommen überall kleine Flüsschen aus den Bergen und überall dort, wo Wasser vorhanden ist, explodiert die Natur in prächtigsten Farben. Dichtes Ginstergebüsch, weit reichende Oleanderhaine, Mandel- und Fruchtbäume und natürlich Oliven. Im Frühling, wenn alles in Blüte steht, ist es eine Pracht, die sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Ich kann euch nur empfehlen, euch zu Fuß aufzumachen und die Naturschönheiten zu entdecken. Im Nordwesten rund um Christos Raches findet man dichte Pinienwälder, die zu Wanderungen geradezu einladen. Außerdem findet ihr im Nordwesten die schönsten Strände Ikarias. Hervorzuheben sind die feinen Sandstrände Livadi bei Armenistis und Mesachti bei Gialiskari. Hier gibt es Strandbuden, wo man Eis und Getränke kaufen kann und Sonnenschirm- und Sunbedverleiher. Je nach Windrichtung und Strömung ist das Schwimmen nicht ganz ungefährlich, da man durch sehr starke Unterströmungen sehr leicht auf´s Meer hinausgezogen werden kann. Es sind leider in den letzten Jahren immer wieder Menschen ertrunken, die zu mutig sein wollten.

Über den
Osten Ikarias kann ich euch nicht viel erzählen. Ich habe versucht von Perdiki nach Faros zu fahren, aber die Piste war in einem so schlechten Zustand, dass ich Schiss um meine Reifen hatte (leider hatte ich keine Enduro unterm Hintern). Was ich vom Ostteil jedoch gesehen habe, ist sehr schön. Es ist dort totenstill, was einen auch nicht wundert, denn es gibt kaum Dörfer hier, aber es ist sehr grün, wie ihr auf dem Foto sehen könnt.

Viel mehr Einzelinformationen findet ihr in den Rubriken Orte und Tourtips.
In der Umgebung des Kastro Kosikia
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copyright by andreas schnetzer